In Freiburg lange nur Absagen bei der Suche nach einem Zimmer zu kassieren, ist leider der Normalfall. Hat sich dann ein neues Zuhause gefunden, heißt das noch lange nicht, dass es auch bezahlbar ist. Und diese Probleme haben nicht nur Studis und alle Menschen mit geringem Einkommen hier, sondern in ganz Deutschland.

Nach der Aktionswoche vom 4. – 8. November, stand am Dienstag, den 26. November, der nächste Termin zum Thema auf dem Programm: Etwa zeitgleich zur Sitzung des Freiburger Gemeinderates galt es ein Zeichen zu setzen gegen Mietexplosionen, Wohnungsnot, Verdrängung und Spekulationen. Das Bündnis „Freiburger Studierende gegen hohe Mieten“ rief deswegen auf zu einer Kundgebung gegen hohe Mieten und Wohnungsnot am Bertoldsbrunnen!

Für CampusGrün Freiburg sprach Karina:
„[…] Dieses Semester hatten wieder viele Studienbeginnende Schwierigkeiten eine Bleibe zu finden.
Selbst jetzt, knapp zwei Monate nach Semesterbeginn, konnten noch nicht alle die Notunterkünfte verlassen. Andere wohnen in unsicheren Mietverhältnissen und müssen sich bald wieder auf die Suche begeben.
Solche Zustände erschweren das Studieren. Gerade im ersten Semester ist es wichtig, sich an der Uni einleben und orientieren zu können. Stets auf Wohnungssuche zu sein, raubt viel Energie.Es ist zwar eine Hilfe, dass das Studierendenwerk die Notunterkünfte anbietet, aber es ist schade, dass es sie anbieten muss.
Deshalb fordern wir mehr Wohnheimplätze. Und das nicht in ferner Zukunft, sondern möglichst zeitnah.
Wer sich in der Nähe der Uni auf WG-Suche begibt, hat praktisch keine Chance, etwas Bezahlbares zu finden. Wir fordern, dass die Möglichkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten oder zu schaffen, voll genutzt werden. Damit alle, die in Freiburg leben wollen, das auch können.
Denn nicht nur Studierende sind von Wohnungsnot betroffen, das Problem betrifft alle Menschen mit geringem Einkommen.
Die Situation kann nicht so bleiben. Es ist an der Zeit, dass die Stadt handelt, und sich dafür einsetzt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen!“

CampusGrün wird sich auch weiterhin im Bündnis „Freiburger Studierende gegen hohe Mieten“ engagieren. Denn solange wesentliche Forderungen wie eine Mietpreisbremse, die massive Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus und der Bau von 20.000 neuen Studierendenwohnheimsplätzen im Bundesgebiet nicht in die Tat umgesetzt sind, gilt es weiter zu protestieren.