Nachdem sich die OB´s der Städte Köln, Düsseldorf und Bonn dazu bereit erklärt haben, weitere Flüchtlinge aufzunehmen, zeigte sich auch unser OB Martin Horn zunächst solidarisch und sicherte in einem Brief seine Solidarität und Unterstützung zu.

Dies nahmen wir als Grüne Jugend als ein wichtiges und richtiges Signal wahr, da in Freiburg noch weitere Kapazitäten zur Aufnahme bestehen. Unsere Sprecherin Clara Wellhäuser merkt an: „Es wird aktuell nicht nur jede Hilfe dringend benötigt, die Freiburger*innen fordern diese auf Demos wie der Seebrücke auch regelmäßig aktiv ein.“

Umso mehr hat es uns irritiert, dass Martin Horn sein Angebot kurze Zeit später zurückgezogen hat – oder wie er es sieht: „richtig“ gestellt hat. Doch wir finden es nicht richtig, von Kapazitätsgrenzen zu sprechen, wo keine sind. Ein bloßes „Danke“ ohne konkretes Handeln ist zu wenig, denn Worte allein retten nicht!

Unser Sprecher Jeremy Zgrzebskyi findet: „Solidarität statt Selbstbeweihräucherung! Freiburg hat in ganz Deutschland (und darüber hinaus) nicht nur den Ruf als eine grüne, sondern auch weltoffene Stadt. Es wäre schade, wenn wir diesen aufgrund halbgarer Unterstützungsfloskeln verlieren würden! Echte Solidarität beinhaltet auch die Bereitschaft zu eigenem Engagement und braucht Mut, sich den Rechten entgegenzustellen!“

Auch finden wir es schade, dass die SPD das Vorgehen des OB´s so vehement verteidigt. Clara Wellhäuser sagt dazu: „Die von Andrea Nahles geforderte stärkere Abgrenzung der SPD von den Grünen scheint sich jetzt leider auch in Freiburg zu äußern. Doch gerade die Frage über die Aufnahme von Geflüchteten sollte nicht zum Spielball von Politk werden, sondern sich am Machbaren orientieren.“