Seit jeher wird versucht Freiheit und Sicherheit gegeneinander auszuspielen. Doch für uns ist klar: Wir wollen die Sicherheit – gerade für Frauen – erhöhen, ohne die öffentliche Freiheit durch zunehmende Überwachungsmaßnahmen einzuschränken.

 

Miteinander statt Law and Order!

Die momentan ausgeführte Tätigkeit des Gemeindevollzugsdienstes mit dem Schwerpunkt auf Belehrung und Maßregelung lehnen wir ab. Ein Dienst, der die Gängelung von Wohnungslosen und Straßenkünstler*innen sowie Bußgelder für Fahrradfahrer*innen als Sicherheitsmaßnahmen begreift, stört das Stadtklima und kostet viel Geld, das für sinnvolle Maßnahmen fehlt! Stattdessen fordern wir mehr Sozialarbeiter*innen – insbesondere auch Streetworker*innen –, die entsprechend ihrer unverzichtbaren Rolle auch angemessen entlohnt werden. Dabei ist auch ein ausgewogener Personalschlüssel aller Geschlechter anzustreben. Auch der zunehmende Ausbau der Videoüberwachung in Freiburg bereitet uns Sorgen: Die Freiheit darf keiner Symbolpolitik geopfert werden! Wo sich die Einführung von Videoüberwachung – auch aufgrund von Mehrheitsverhältnissen im Rat – nicht verhindern lässt, fordern wir eine klare Kennzeichnung!

 

Sicherheit für Frauen erhöhen!

Häusliche Gewalt bleibt häufig im privaten Umfeld verborgen – trotz erschreckend hoher Fallzahlen: Statistisch gesehen wird in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet. Im Gegensatz dazu schlagen Verbrechen im öffentlichen Raum meist hohe Wellen, obwohl sie weitaus seltener stattfinden.
Wir möchten das Bewusstsein für diese „versteckte Gewalt“ stärken und mehr Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. Wir setzen uns dafür ein im Rahmen von städtischen Plakatkampagnen das Thema und Anlaufstellen für Betroffene in der Öffentlichkeit präsent zu machen und wollen Frauenhäuser finanziell besser unterstützen. Auch in der Stadt wollen wir zum Beispiel durch ein vergünstigtes Frauennachttaxi und Gespräche mit Clubbetreiber*innen zur Etablierung von Awareness-Teams sowie Kampagnen in Form von „Ist Luisa da?“ die Sicherheit von Frauen steigern.